Traditionsgemäss findet das Nordostschweizer Schwingfest am letzten Juni-Wochenende statt. In diesem Jahr wartet die Veranstaltung jedoch mit einer besonderen Neuerung auf: Erstmals ist das NOS Nachwuchsschwingfest direkt an den Anlass der Aktiven gekoppelt. So stehen am Samstag die Jungschwinger im Einsatz, bevor am Sonntag die Aktiven in die Zwilchhosen steigen. Nach der Austragung 2022 in Balterswil kehrt der prestigeträchtige Anlass erneut auf Thurgauer Boden zurück.
Vorab in der Arena der Grossen
Bereits am Samstag gehört die imposante Arena in Seenähe dem Nachwuchs. Rund 250 Jungschwinger aus der gesamten Ostschweiz sowie Gäste aus dem Aargau werden versuchen, ihr Können unter Beweis zu stellen und sich eine der begehrten Auszeichnungen zu sichern. In fünf Kategorien – mit den Jahrgängen 2009 bis 2013 – kämpfen auch knapp 50 Talente aus dem Gastgeberkanton um Erfolg. Die eindrucksvolle Kulisse dürfte nicht nur die Zuschauer begeistern, sondern insbesondere die jungen Athleten zusätzlich beflügeln.
Team Thurgau setzt auf Heimvorteil
Am Sonntag steht dann der Wettkampf der Aktiven im Fokus. Das Team Thurgau reist mit viel Zuversicht und einer starken Delegation an. Insgesamt 25 heimische Schwinger werden ins Sägemehl steigen – angeführt vom Eidgenossen Domenic Schneider. Unterstützung erhält er von bewährten Kräften wie Andrin Habegger, Aron Kiser, This Kolb, Elias Kundert, Silvio Oettli und Mario Schneider sowie weiteren neun Kranzschwingern.
Das Ziel ist klar: Den Heimvorteil nutzen und möglichst viele Kränze im Thurgau behalten. Mit Elias Kundert und Aaron Schönholzer stehen zwei Athleten zwar noch leicht angeschlagen auf der Startliste, doch die Hoffnung ist gross, dass beide am Sonntag einsatzbereit sind.
Schmerzhafte Absenz von Samuel Giger
Ein prominenter Name wird in Güttingen jedoch fehlen: Der Thurgauer Spitzenschwinger Samuel Giger aus Märstetten musste seine Teilnahme verletzungsbedingt absagen. Eine erneute Schulterverletzung zwingt den mehrfachen Eidgenossen sowie Kilchberger- und Unspunnensieger zur Pause – ein herber Rückschlag für den Anlass und die Fans.
Hitzeschlacht am Bodensee?
Auch das Wetter dürfte eine entscheidende Rolle spielen. Prognosen sagen hochsommerliche Temperaturen von bis zu 36 Grad voraus. Damit werden nicht nur die Schwinger, sondern auch Organisatoren und Besucher gefordert sein. Entsprechende Anpassungen und viel Durchhaltevermögen werden notwendig sein, um das Wochenende erfolgreich zu meistern.
Die organisierenden Vereine – Turnverein (TV), Frauenturnverein (FTV), Männerturnverein (MTV) und Damenriege (DR) Güttingen sowie der Schwingerverband Bodensee & Rhein – setzen alles daran, den Gästen ein unvergessliches Erlebnis zu bieten. Neben packendem Schwingsport soll auch ein stimmungsvolles Volksfest für bleibende Eindrücke sorgen.


